9. Biokiste: Vielfalt direkt ins Haus

Am 3. Juli 2015 besuchte Stephan Schwarzbach im Rahmen seiner grünen Radtour durch Niederbayern die Höhenberger Biokiste.

Biokiste
Obst und Gemüse Hunger? Die Biokiste bietet eine bunte Vielfalt.

Die Höhenberger Biokiste betreibt einen Bio-Lieferservice für natürliche Ernährung und gesunden Genuss. Einmal pro Woche, 14-tägig oder auf Bestellung bringt ein Fahrer die Bio-Kiste mit Bio-Lebensmitteln direkt ins Haus.

Zu jeder Kiste kann man beliebige Waren aus dem vielfältigen Angebot auswählen. Im Sortiment sind unter anderem Brot, Käse, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Getränke, Backwaren, Nudeln, Konserven, Kaffee, Tee, Gewürze, Aufstriche, Kosmetik, Reinigungsmittel und vieles mehr.

Die Höhenberger Biokiste beliefert die Regionen Erding bis Eggenfelden, Dingolfing bis Ismaning, Altötting bis Landshut – jede Adresse im Umkreis von ca. 40-50 km um Velden/Vils.

Gesundes Essen auch für Schulen und Firmen

Durch und durch fair in der Region: Radler Stephan Schwarzbach mit Jochen Saacke von der Höhenberger Biokiste.
Durch und durch fair in der Region: Radler Stephan Schwarzbach mit Jochen Saacke von der Höhenberger Biokiste.

Die meisten Produkte kommen aus der Region (außer natürlich Südfrüchte). Am weitesten entfernt ist ein Hof mit 150 km Entfernung.

Es gibt drei Kühlräume mit verschiedenen Temperaturen im Lager, damit alle Produkte passend zwischengelagert werden. Nach kurzer Zeit werden sie auf der Packstraße in drei Schritten in die Kisten gepackt. Zuerst kommen die härteren Sorten in die Kiste, wie Kürbisse und Karotten. Dann Bananen, Birnen, Broccoli und zuletzt weicheres Obst wie Pfirsiche, Nektarinen und Paprika.

Neben Privatkunden werden auch Schulen und Firmen mit gesundem Essen beliefert. Auch bietet die Biokiste kleineren Produzenten einen Absatzkanal.

 

Jeder kann was in der „Dorfgemeinschaft“

Von den 60 Mitarbeitern kommen 12 aus der Höhenberger Lebensgemeinschaft, die eine Lebensform für Menschen mit und Menschen ohne Behinderung bietet.

Bei den Höhenberger Werkstätten gibt es eine Kerzenzieherei, eine Käserei, Bäckerei, Hofladen, Tischlerei, Landwirtschaft und Landschaftspflege. Die Bewohner können sich ihre Tätigkeit anhand ihres Interesses und ihrer Neigung aussuchen.

Bei allen Mitarbeitern zählt die Einstellung, dass alle gleich sind. Es gibt flache Hierarchien und jeder kann Verantwortung übernehmen.

Jochen Saackes Werdegang verlief über die Lebensgemeinschaft Höhenberg über die Werkstätten bis zur ersten Vermarktung mit anfangs 30 Kunden. Heute ist er Geschäftsführer der Höhenberger Biokiste mit derzeit 2.400 Kunden pro Woche. Die Kapazitätsgrenze liegt bei 3.000 Kunden pro Woche.

 

„Bio hilft gegen den Welthunger“

Besonders wichtig ist Jochen Saacke die Transparenz für den Kunden was die Produkte und die Arbeitsweise angeht. Auch müssen alle Zulieferer Bio-zertifiziert sein.

Für Jochen Saacke ist der ökologische Landbau ein Weg, dem Welthunger zu begegnen. Dafür müsste man auch den Fleischkonsum auf 1-2 x in der Woche begrenzen. Es geht ihm um Wohlbefinden für Mensch und Natur, das heißt Natürlichkeit durch Bio-Produkte, um sorgsamen Umgang mit Pflanzen und Tieren, und um Ressourcen-Schonung, damit auch nachfolgende Generationen gut leben können.

 

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